Für Anfänger gilt es folgende Tatsachen vor dem Start in dieses Abenteuer zu bedenken, um fest zu stellen, wie real die gitarristischen Wünsche eigentlich sind:

Man erlernt ein Musikinstrument, um dann damit seine Lieblingsmusik selber spielen zu können!

Wer zum Beispiel in erster Linie an harter Rockmusik interessiert ist, sollte nicht gerade akustische Gitarre lernen. Dieser Lernprozess beginnt nicht mit den Lieblingsstücken die man so hat. Man muss daran denken, dass diese Stücke auch nicht gerade die Anfangsstücke eigener Lieblingsmusiker waren, sondern eher deren spätere 'Meisterwerke', sonst wären sie vermutlich nicht so bekannt geworden.
Je mehr man seine Musik oder überhaupt den Klang der Gitarre liebst, um so besser wird man das Instrument beherrschen lernen.

Diese Kraft und Leidenschaft in einem selbst ist es, die einen immer weiter bringt, nicht die Anzahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden oder ob man einen weltberühmten Lehrer hat. Es ist wirklich ausschließlich diese Energie, die einen dazu bringt, sich stundenlang mit dem Gitarrenspiel zu beschäftigen.

Man kann in jedem Alter mit dem Gitarre spielen anfangen. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die sich selbst im Alter von 30 Jahren schon für zu alt halten, um noch ein Instrument von der Pike auf zu lernen. Meine persönliche Erfahrung damit ist aber, dass man auch im Alter von 50 - 60 Jahren  damit anfangen kann, solange man dabei nicht von dem Gedanken verfolgt wird, mit 65 die Bühnen der Welt zu erobern - und das ist in aller Regel nicht der Fall :-). Schüler fortgeschrittenen Alters lernen zwar teilweise etwas langsamer, haben dann aber die innere Reife, sich auch über kleinere Lernerfolge zu freuen.

Was lernt man?

Zuerst einmal muss der/die Schüler/Schülerin wissen, was er/sie da nun in Händen hält. Also Aufbau und Funktion des Intrumentes. Danach geht es über spezielle Finger- und Übungstechniken an die Akkorde und zu den ersten Liedern. Vor allem aber, sich nach dem Gehör auf der Gitarre zu begleiten. Denn Takt und Rhythmus sind nun mal die Grundlage.

Trockener Notenunterricht ist antiquiert und wird von mir nicht mal ansatzweise praktiziert. Wichtiger sind Liedbegleitung (Folk, Country, Blues, Rock, Pop, Funk, Reggae), Solospiel (-techniken), damit der/die Schüler/in nicht meinen Stil kopiert, sondern eigene Wege beschreitet und sich frei entfalten kann, Erlernen selbständigen Spiels und Improvisation und die unter Musikern bekannte Tab-Notation.

Das Unterrichtskonzept und die Zielgruppen: 

Anfänger, Fortgeschrittene und Leute mit Profiambitionen, sowohl auf der Akustik- wie der E-Gitarre. Wichtig ist mir allerdings, dass jeder wirklich den Willen hat, das Instrument zu erlernen. Durchhänger sind erlaubt, aber wer keine Zeit zum Üben (jeden Tag zumindest anfangs dreißig (!) Minuten) hat, sollte die Finger davon lassen. Für Leute mit höheren Zielen sollten aber ein bis zwei Stunden täglicher - und regelmäßiger - Übungszeit einfach drin sein.

Gitarre spielen hat viel mit Bewegungsabläufen zu tun, ist also irgendwie doch eine Sportart, und unter Bezug auf die Arm- und Handmuskulatur eigentlich sogar Hochleistungssport. Dafür sollte man einmal die nötigen Muckis haben, die man(n)/frau sich eben noch antrainieren muss, um danach deren Koordinierung zu trainieren/einzuüben. Deswegen, und weil Üben so ein hartes Wort ist, sollte man eher von Training sprechen.

Für den Muskelaufbau ist tägliches Training Quatsch, weil man Muskeln mit kurzen Erholungspausen besser antrainieren kann.

Beim Gitarre spielen geht es aber auch um Geläufigkeit und Koordination, die erlernt, also eingeübt werden muss (und nur teilweise trainiert werden kann). Nebenbei geht es ja auch um etwas Denkarbeit, die durch tägliche Beschäftigung mit der Materie schneller vonstatten geht, als wenn man nur alle paar Tage zum Instrument greift. Deswegen sollte man jeden Tag üben - ´tschuldigung - natürlich trainieren. Und jeden Tag heißt jeden Tag, also auch Samstag und Sonntag!? Man kriegt dann zwar nicht unbedingt eine sportliche Figur davon, aber hier geht es auch nicht um Bodybuilding, sondern Musik machen.

Ich arbeite nach einem eigenem Konzept, mit selbst erstellten Skripten.